Vita

Hinrich Horns Ausbildung zum Sänger begann während seines Lehramtsstudiums. Eike Tiedemann und Max Ciolek wiesen ihm den Weg zunächst in Richtung Lied und in die alte Musik. An der Hochschule für Musik und Theater Hannover lag der Fokus nicht zuletzt durch die Professoren Peter-Anton Ling und Jacques Schwarz recht schnell bei der Oper. Die Leidenschaft für das Lied und Oratorium konnte er sich aber auch bewahren durch Meisterkurse und Studium bei Håkan Hagegård, Prof. Ingrif Kremling, Prof. Rudolf Piernay, Prof. Ulf Bästlein, Hans-Peter Blochwitz, Justus Zeyen, Prof. Irwin Gage, Prof. Charles Spencer und Prof. Anne Le Bozec, sowie eine bis heute andauernde intensive Arbeit mit Prof. Hans-Joachim Beyer. 

Mit Liedern, Arien aus Oratorien und Opern gewann er verschiedene Preise im In- und Ausland. 

Er sang mehrfach die Arien und Soliloquenten der Bachschen „Matthäuspassion“ im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. 

Hinrich Horn war Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now Hannover, des Richard Wagner Verbandes Chemnitz, sowie der International Voice Teachers Association. 

Gastverträge brachten ihn noch während seines Studiums ans Nationaltheater Mannheim, an die Staatsoper Hannover und mit der Kammeroper München und Dominik Wilgenbus an viele Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch während seines Studiums sang er unter der Regie von Sebastian Ukena in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg seinen ersten Papageno. 

Als Silvano konnte man ihn in der Opera Krakowska hören. 

In seinem ersten Engagement am Theater Plauen-Zwickau sang er von 2010 bis 2016 u.a. Guglielmo in Mozarts „Così fan tutte“ und Wolfram in „Tannhäuser“ sowie Petrucchio in Cole Porters „Kiss me Kate“, was mit dem Publikumspreis des Theaterfördervereins Caroline Neuber geehrt wurde. 

Um sein Repertoire mit den Genres Operette und Musical zu erweitern, wechselte Hinrich Horn zu dieser Spielzeit in das Ensemble der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig. Dort singt er Samuel in „Die Piraten“, Abu Assam in „Prinzessin Nofretete“, Van Helsing in „Dracula“, Sigismund im „Weißen Rössl“, Dr. Falke in „Die Fledermaus“ und Maximilian in „Candide“. Die nächste Spielzeit hält für Hinrich Horn so schöne Partien bereit, wie den Zar Peter der Erste in Lortzings „Zar und Zimmermann“, Papageno in der bisher fast hundertmal gelaufenen „Zauberflöte“ an der Oper Leipzig und einen kleinen Ausflug ins Heldenbaritonfach mit dem Kaspar im „Freischütz für Kinder“ an seinem Stammhaus der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig. 

Ein sehr spannendes Konzert erlebte Hinrich Horn Anfang März mit Ludwig v. Beethovens 9. Sinfonie und dem ersten türkischen Oratorium der Musikgeschichte, Ahmet Adnan Sayguns „Yunus Emre" in Fulda. Am 2. April singt er in Husum zu Theodor Storms 200. Geburtstag Ein deutsches Requiem“ von Brahms. Nachdem Karfreitag in Chemnitz die „Matthäuspassion“ Bachs mit Hinrich Horn als Arien-Bass erklingt, gibt er mit dem Chor und Orchester der Musikalischen Komödie in Leipzig den Part des Johannes in Die „Himmelfahrt Jesu Christi“ von Albert Lortzing.